Es war einmal – 25 Jahre „Heiße Eisen“
Parade der Lambacher Pferdewirte
Am Samstag, 21. März 2026, ab 14:00 Uhr, glühten im Pferdezentrum Stadl-Paura erneut die Hufeisen. Unter dem Jubiläumsmotto „Es war einmal …“ präsentierten die Lambacher Pferdewirte bei der 25. Auflage der „Heißen Eisen“ eindrucksvoll ihr Können in den vielfältigen Disziplinen des Pferdesports.
Engagement und Nachwuchsförderung
Bereits ab 13:15 Uhr begann die Veranstaltung mit der feierlichen Verleihung des Jugendsportpreises „Österreichisches Pferd“ in den Sparten Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Ausgezeichnet werden Pferde der Rassen Haflinger, Österreichisches Warmblut und Noriker durch „Die Ländlichen – Österreich“ und „Pferd Austria“.
Im Anschluss stellte Schülerin und Staatsmeisterin im Trabrennfahren Stefanie Mayr den familiären Traberzucht- und Trainingsstall vor und gab dabei spannende Einblicke in die Welt dieser faszinierenden Pferdesportart.
Eine märchenhafte Jubiläumsshow
Zum 25-jährigen Jubiläum entführte die Show das Publikum in eine Welt voller Geschichten und Fantasie. Unter dem Motto „Es war einmal …“ verband die traditionsreiche Veranstaltung gelebtes Pferdebrauchtum mit kreativer Inszenierung: Von königlichen Kutschen über geheimnisvolle Wälder bis hin zu spannenden Duellen erlebten die Gäste eine Reise durch die Welt von Prinzessinnen, Hofdamen, Rittern und Königen.
Mit großem Engagement bereiteten sich die Schüler:innen und Lehrkräfte der Abschlussklasse der vierjährigen Fachschule für Pferdewirtschaft des Agrarbildungszentrums Lambach sowie die 1. Klasse des Aufbaulehrgangs der HAK Lambach auf dieses besondere Jubiläum vor.
Den Auftakt bildete die prunkvolle Einfahrt der Königin sowie der „Tanz der verzauberten Prinzessinnen“, in dem sich Prinzessin und rebellischer Prinz begegneten und in einem gemeinsamen Tanz zueinander fanden.
Im Programmpunkt „Wo Kronen sich begegnen“ traten Teams aus Kutsche, Reiter und Quad in einem Wettkampf gegeneinander an. Anschließend absolvierte der Prinz mit seinen Gefährten einen Abschiedsritt, bei dem Vielseitigkeitshindernisse, enge Wendungen und koordinative Herausforderungen bewältigt wurden.
Die Fahrquadrille „Im Takt der königlichen Hofdamen“ präsentierte sechs Einspänner mit schwarzen Pferden und festlich geschmückten Kutschen in präziser Formation, ehe ein Heiratsantrag den Höhepunkt dieses Abschnitts bildete.
Bei den „Ritterspielen“ zeigten fünf Reiter in einem Stilspringparcours ihr Können, bewertet wurde unter anderem Linienführung, Rhythmus und Zusammenarbeit mit dem Pferd. Eine Haflinger-Gruppe „Die goldene Flotte“ demonstrierte ein harmonisches Zusammenspiel durch choreografierte Bewegungen mit Tuchkulisse. Nach einem inszenierten Diebstahl der Krone folgte eine Verfolgungsjagd über kleine Mauern mit Ponys und Hunden.
Faszination Jagd - früher und heute
Jede einzelne Darbietung überzeugte für sich, und in ihrer Gesamtheit entstand eine abwechslungsreiche, niveauvolle Show voller Spannung, Humor und Dynamik. Zu den Höhepunkten zählte zweifellos die Abschlussnummer „Königliche Jagd“, bei der zwei Noriker, Baumstämme als Hindernisse zogen, während fünf Reiter eine traditionelle Fuchsjagd demonstrierten. Außerdem präsentierten die Schüler die englische und ungarische Anspannung, sowie einen Noriker Zweispänner - begleitet von der Jägerschaft mit ihren Jagdhunden sowie den Jagdhornbläsern Bad Wimsbach.
Für einen besonderen Gänsehautmoment sorgte das Einreiten mit einem Gerfalken. Als schließlich auch noch Hermann, ein Weißkopfseeadler, durch die vollbesetzte Karl-Bauer-Halle flog und auf dem Arm von Reiterin Sarah landete, wurde eindrucksvoll sichtbar, wie prächtig und königlich die Jagd einst inszeniert wurde.
Landesjägermeister Herbert Sighartsleiter zeigte sich ebenfalls beeindruckt und sprach über die anhaltende Faszination der Jagd in der heutigen Zeit.
So wurde die Jubiläumsveranstaltung der Fachrichtung Pferdewirtschaft in Lambach nicht nur zu einer Hommage an 25 Jahre „Heiße Eisen“, sondern auch zu einem eindrucksvollen Beweis dafür, was entstehen kann, wenn viele Beteiligte perfekt zusammenwirken – und dass sich Jugend und Brauchtum nicht widersprechen, sondern auf besondere Weise ergänzen. Ganz nach dem Motto der „Heißen Eisen 2026“: Es war einmal … und es ist noch lange nicht vorbei!
Text: abz Lambach